Vaterland und Mutter Erde, die Heimat im Objekt

In meiner Bachelorarbeit mit dem Titel „Vaterland und Mutter Erde, die Heimat im Objekt“ habe ich mich mit dem Heimatbegriff & den hinter ihm stehenden Gefühlen auseinandergesetzt.

Ich habe nach Deutschland immigrierte Menschen interviewt und bin den Gefühlen auf den Grund gegangen, die sich hinter ihren Heimatbegriffen verbergen. Dabei hinterfragte ich inwiefern Objekte in ihnen das Heimatgefühl hervorrufen können und ob Design Menschen dabei helfen kann, sich in einer fremden Kultur heimisch zu fühlen.

Schließlich habe ich meine Interviewpartner*innen in einem Keramikworkshop in den Gestaltungsprozess mit einbezogen, denn Heimat entsteht durch Identifikation und Identifikation entsteht durch Mitgestalten und Teilhabe. Die von ihnen gestalteten Objekte ergänzte ich mit von mir geformten Tonobjekten. Diese sind entweder formalästhetisch oder inhaltlich inspiriert von meinen Interviewpartnerinnen, ihren Geschichten oder aber Objekten, die sie aus ihrer Heimat mitgebracht haben.

Alle Gefäße finden ihren Platz auf dem Tisch „Mutter Erde“, ein gedrechselter, runder Tisch, auf dem alle Kulturen sinnbildlich zusammenkommen, sich ergänzen und eine Gemeinschaft bilden.

Dieses Projekt wurde für den Designpreis Brandenburg 2019 nominiert.